Großbrand einer Strohballenpresse – Umfangreicher Feuerwehreinsatz mit zahlreichen Kräften
Die Freiwillige Feuerwehr Roßtal wurde gemeinsam mit den Feuerwehren Zirndorf und Weinzierlein zu einem Brand einer Strohballenpresse am 28.6.2026 alarmiert.
Bereits auf der Anfahrt war eine massive Rauchentwicklung weithin sichtbar, sodass frühzeitig weitere Kräfte nachalarmiert wurden.
Ausgangspunkt des Brandes war eine in Brand geratene Strohballenpresse. Das Feuer griff in kürzester Zeit auf das gedroschene Feld sowie mehrere bereits gepresste Strohballen über. Begünstigt durch die große Hitze und leichten Wind breitete sich der Brand rasch über die Feldfläche in Richtung des angrenzenden Waldes aus. Dort wurden rund 150 m² Waldfläche in Mitleidenschaft gezogen. Insgesamt brannten etwa 2.500 m² Feldfläche.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehren konnte der Brand zunächst unter Kontrolle gebracht und eine weitere ungehinderte Ausbreitung eingedämmt werden.
Zur Unterstützung wurden Landwirte alarmiert, die mit ihren wassergefüllten Fässer und landwirtschaftlichen Fahrzeugen einen entscheidenden Beitrag zur Wasserversorgung und Brandbekämpfung leisteten. Im weiteren Einsatzverlauf wurde die Feuerwehr Stein mit ihrem Tanklöschfahrzeug (TLF) nachalarmiert. Die Feuerwehr Oedenreuth errichtete eine rund 1,5 Kilometer lange Hydrantenleitung vom Ortseingang Roßtal bis zur Einsatzstelle und stellte damit die dauerhafte Löschwasserversorgung sicher. Die Feuerwehr Neuses-Stöckach wurde zur Wasserentnahme aus der Bibert (Kernmühle) für das Betanken der Fässer der Landwirte nachalarmiert. Zusätzlich unterstützten die Feuerwehren Klein- und Großweismannsdorf und Buchschwabach den Einsatz. Für die Einsatzdokumentation und Lageerkundung aus der Luft wurde außerdem die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) mit ihrer Drohne hinzugezogen.
Durch die Zusammenarbeit aller eingesetzten Feuerwehren, der Landwirte und weiterer Unterstützer konnte die weitere Ausbreitung des Feuers erfolgreich verhindert werden. Insbesondere der bereits betroffene Waldbereich konnte gehalten werden, sodass größerer Schaden vermieden und der Brand vollständig gelöscht werden konnte.
Der Einsatz stellte aufgrund der hohen Außentemperaturen sowie des erheblichen Kräfte-, Material- und Logistikaufwandes eine große Herausforderung für alle Beteiligten dar. Während des Einsatzes wurde eine Einsatzkraft leicht verletzt und medizinisch versorgt.
Im Anschluss an die Löscharbeiten wurde bis etwa 21:00 Uhr eine Brandsicherheitswache eingerichtet, um mögliche Glutnester zu überwachen, die Strohballenpresse zu Kontrollieren und somit ein Wiederaufflammen des Brandes auszuschließen.
Ein besonderer Dank gilt allen eingesetzten Feuerwehren, der UG-ÖEL, den Landwirten sowie allen weiteren Unterstützern. Die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten war der Schlüssel zum Einsatzerfolg. Besonders die Unterstützung der Landwirte war für die Wasserversorgung, Ausbreitung des Brandes und die Logistik von unschätzbarem Wert und trug maßgeblich dazu bei, den Brand erfolgreich zu bekämpfen. |