Jugendfeuerwehr Roßtal

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Landkreisjugendfeuerwehrzeltlager 2009


Das Landkreisjugendfeuerwehrzeltlager 2009 fand am 18. bis 19. Juli in Roßtal statt. Eingeladen wurden alle Jugendfeuerwehren des Landkreises Fürth. Anwesend waren 163 Jugendliche mit 50 Betreuern und weiteren 50 Helfern. Anders als sonst üblich wurde die Jugendleistungsspange, welche sonst auch immer in Roßtal abgenommen wird, von 70 Jugendlichen im Vorfeld des Zeltlagers am frühen Samstagmorgen am Gerätehaus der FF Roßtal absolviert.

Vorbereitungen

Schon Monate vor dem Zeltlager liefen die Planungen bei der Feuerwehr Roßtal auf Hochtouren: Für die erwarteten 300 Teilnehmer war ein erhebliche logistischer Aufwand notwendig. So mussten Zelte organisiert, die Verpflegung geregelt, ein Orientierungslauf erarbeitet werden und vieles mehr.

Eine Woche vor dem Zeltlager zeichnete sich das - im Nachhinein betrachtet - größte Hemmnis langsam immer deutlicher ab: Das Wetter sollte an dem Wochenende des 18./19.07. unwetterartig verrückt spielen - für ein Zeltlager alles andere als ideale Bedingungen. Entsprechend schufen die Roßtaler Evakuierungsmöglichkeiten bei Gewittern und auch ein Notausweichquartier wurde vorbereitet.

Der Aufbau der kleinen Zeltstadt begann am Freitag, 17.07. in den frühen Morgenstunden. Zahlreiche Zelte der Roßtaler Pfadfinder wurden errichtet und auch die Zelte der Feuerwehr Nürnberg-Buchenbühl sowie des Lkr. Fürth waren ebenfalls schnell aufgestellt. Auch ein Zelt der BRK Bereitschaft Roßtal wurde aufgebaut. Die Zusammenkünfte und Mahlzeiten sollten in einem großen Festzelt stattfinden, was freundlicherweise durch den Zeltverleih Gröschel, Roßtal, bereitgestellt wurde. Der Aufbau verlief - bis auf einige Unterbrechungen wegen heftigen Gewitterschauern - nahezu reibungslos. Am frühen Abend waren alle Zelte errichtet, die Getränkestation war vorbereitet und Infrastruktur wie Strom und Wasser war vorhanden. Aber schon am Freitag ab etwa 22 Uhr brach über Roßtal ein heftiger Starkregen mit Sturmböen ein - ein großes Zelt wurde (vermutlich wegen des aufgeweichten Bodens) aus der Verankerung gerissen und wurde schnellstmöglich unter Zuhilfenahme schwerer Technik wieder sturmsicher aufgestellt.

Jugendleistungsspange und Beginn des Zeltlagers

Am Samstag morgen ab 06:00 Uhr bauten die Roßtaler Kameraden auf dem Feuerwehrhof die einzelnen Stationen für die Jugendleistungsspange auf, denn ab 07:00 Uhr waren die ersten der insgesamt 70 Prüflinge einbestellt. Bis zum Mittag absolvierten die meisten Teilnehmer die Jugendleistungsspange erfolgreich, wozu die Feuerwehr Roßtal nochmals herzlich gratuliert. Parallel dazu wurde die Zeltstadt am Gelände Freizeit und Erholung durch den Aufbau der Küche der BRK-Bereitschaft Vach/Langenzenn komplettiert, die am Samstagmittag die erste warme und äußerst wohlschmeckende Mahlzeit kochten. Es folgte die offizielle Begrüßung durch den 1. Kommandanten der Feuerwehr Roßtal, Stefan Perzinger, dem 1. Bürgermeister des Marktes Roßtal und Schirmherren des Zeltlagers, Johannes Völkl, sowie den Kreisbrandrat Dieter Marx.

Der Orientierungslauf

Nach der Begrüßung startete der Orientierungslauf durch Roßtal: Auf einer Strecke von knapp 5 Kilometern mussten die 163 angereisten Jugendlichen 12 Prüfungen bestehen: Neben theoretischen Fragen rund um die Feuerwehr musste ein Brand mittels Feuerlöscher gelöscht werden. Auf Schnelligkeit kam es bei einem Geschicklichkeitsspiel an, ebenso bei der Fahrt mit einer Schmalspur-Eisenbahn. Luftballons, die vorher mit einer Kübelspritze mit Wasser befüllt wurden, mussten bei der darauf folgenden Station mit einem Katapult über etwa 30 Meter geschleudert und mit einem Kescher zielsicher gefangen werden. Den Abschluss der Rallye bildete eine Kanufahrt. Leider blieb das Wetter nicht den ganzen Tag über trocken, sodass zum Abend vermehrt unangenehme Regengüsse den Orientierungslauf begleiteten.

Der Abend

Nach dieser Anstrengung und dem Wechseln trockener Kleidung wurde die nächste Mahlzeit dringend herbeigesehnt: Auch die Nudeln mit Bolognesesoße ließen sich die Jugendlichen und deren Betreuer gut schmecken. Als im Anschluss daran Jugenddiakon Bernd Rohrbach und Kaplan Michael Radtke eine Andacht zelebrierten, waren die Jugendlichen zunächst noch recht aufgewühlt - die Geistlichen meisterten aber die nicht einfache Aufgabe, der jugendgerechten Andacht eine feierliche, besinnliche Stimmung zu verleihen. Das Abendprogramm gestaltete eine eigens für das Zeltlager zusammengestellte Live-Band "Firefighters", der anstrengende Tag klang bei einem Lagerfeuer aus.

Nach einem weiteren starken Gewitterregen mussten einige Teilnehmer in dem angrenzende Notausweichquartier untergebracht werden - da der Boden nun endgültig kein Wasser mehr aufnahm, wurde ein Zelt an der Südseite des Geländes überflutet.

Schauübungen und Siegerehrungen Sonntag

Am Sonntag wurden die Zeltstadt um 07:00 Uhr zum Leben erweckt. Bei einem sehr reichhaltigen Frühstück stärkten sich die Feuerwehranwärter, bevor die Jugendwehren aus Großweismannsdorf, Buttendorf, Stein, Cadolzburg und Tuchenbach Schauübungen zu verschiedenen Einsatzarten vortrugen. Nach dem Mittagessen wurden die Zelte abgebaut und der Zeltplatz gereinigt.

Abschließend rief Kreisbrandrat Dieter Marx zur Siegerehrung in das Festzelt: Den erfolgreichen Prüflingen der Jugendleistungsspange gratulierten neben KBR Dieter Marx noch Bürgermeister Johannes Völkl, Kommandant Stefan Perzinger, Landrat Matthias Dießl, der parlamentarische Staatssekretär MDB Christian Schmidt, der Bezirksrat Marco Kistner, sowie der Altbürgermeister und Feuerwehrreferent Maximilian Gaul.


Bei der Marktrallye schnitten am besten ab die Jugendlichen aus Tuchenbach, ganz knapp gefolgt von der Jugendfeuerwehr Roßtal und der Jugendfeuerwehr Buttendorf. Auch hier gratulierten die anwesenden Ehrengäste und überreichten jeder teilnehmenden Gruppe einen Pokal. Die Roßtaler Jugendlichen gratulieren der Jugendfeuerwehr Tuchenbach zu deren Punktsieg! So wurde das Landkreisjugendfeuerwehrzeltlager 2009 am Sonntagnachmittag beendet. Die Organisatoren haben aus dem verregneten Wochenende das beste gemacht.

Es bleibt der Feuerwehr Roßtal nur noch, sich bei den Teilnehmern für die überwiegend ausgesprochen gute Disziplin der Teilnehmer zu bedanken (leider mussten drei Jugendliche wegen Verstoßes gegen das strikte Alkoholverbot vom Zeltlager ausgeschlossen werden).

Danksagungen

Wir bedanken uns bei all den Gönnern und Helfern, ohne die ein solches Großereignis gar nicht möglich gewesen wäre:
  • beim Markt Roßtal für die Bereitstellung des Geländes sowie der Notausweichquartiere, für Material und fleißige Helfer vom Bauhof Roßtal
  • bei Kreisbrandrat Dieter Marx und Kreisjugendwart KBM Erwin Kress, die uns schon im Vorfeld bei den Planungen unterstützten. Wir freuen uns auf eine weiterhin vertrauensvolle und gute Zusammenarbeit mit der Inspektion!
  • beim Zeltverleih Gröschel, den Roßtaler Pfadfindern mit ihrem Stammesvorsitzenden Benny Knoll, der BRK-Bereitschaft Roßtal sowie der Feuerwehr Nürnberg-Buchenbühl
  • bei Jugenddiakon Bernd Rohrbach und Kaplan Michael Radtke für die besinnliche Jugendandacht
  • beim Kreisjugendring Fürth/Land für die Freizeitutensilien
  • bei Lorenz Winkler für die kurzfristige Bereitstellung der Kühlaggregate
  • bei den Zirndorfer Kameraden für die Bereitstellung der Drehleiter
  • bei den Musikern Harry Kraus und Andi Richter sowie Nina, Stegi und Jörg für die Live-Musik
  • beim Gartenbauverein Roßtal für die Ausleihe der Biergarnituren
  • bei der BRK-Bereitschaft Vach/Langenzenn für die ausgesprochen hervorragende Verpflegung
  • bei Andreas H. für die Bereitstellung der mobilen Büroanlage
  • bei Tobias Volgnandt für die Ausrüstung mit modernsten Kommunikationsmitteln mit Unterstützung der LUCOM GmbH, Einrichtung der Zeltlager-Cam sowie, in Zusammenarbeit mit Stefan Kuchlbauer, Bild- und Video-Dokumentation
  • bei den Spenden der Kreditinstitute Sparkasse Roßtal, Raiffeisenbank Großhabersdorf-Roßtal sowie dem Creditverein Wilhermsdorf, ohne deren großzügige Unterstützung das Landkreisjugendfeuerwehrzeltlager in dieser Form nicht möglich gewesen wäre
  • ...und bei allen Helfern der Ortswehren des Marktes und der Feuerwehr Roßtal für die vorbildliche und intensive Unterstützung!!!
  • ...sowie bei Allen, die in dieser Aufzählung vergessen worden sind!
Hervorzuheben ist bei der Feuerwehr Roßtal das Engagement von den Kameraden Stefan O. und Klaus O., die zahlreiche Stunden über minutengenauen Zeitplänen oder Stationsbeschreibungen brüteten und während des Zeltlagers stets die Fäden in der Hand hielten!

Und das wichtigste zuletzt: Wir hoffen, dass es allen Teilnehmern und Betreuern bei uns in Roßtal gefallen hat - vielen Dank für Eure Teilnahme!

Letzte Aktualisierung am 27.07.2009 14:31 Uhr - Seitenaufrufe: 3418